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Erzgebirgstour 2020

Wegen der Covid-Pandemie stand die Austragung der Erzgebirgstour 2020 unter ganz besonderen Vorzeichen: Erst war lange unklar, ob sie überhaupt würde stattfinden können. Dann war sie schlussendlich Startschuss und gleich Highlight der Amateursaison. Die besonderen Umstände lockten mehr Athletinnen und Athleten nach Sachsen als je zuvor für das Mehretappenrennen, auf die 200 Startplätze kamen laut Veranstalter dreimal so viele Anmeldungen. Neben den Amateuren aus ganz Deutschland waren auch einige starke Nachwuchsfahrer am Start, die vom BDR extra eine Starterlaubnis für das Rennen bekamen, um in dieser Saison überhaupt Wettkampfkilometer sammeln zu können.  

Die drei Etappen führten über insgesamt mehr als 200 Kilometer und über 4.000 Höhenmeter. Das erste Rennen am Freitag führte über viel Kopfsteinpflaster, Gegenwind und einen knackigen kurzen Anstieg auf 20 Runden über 48 Kilometer. SCC-Sportler Jann-Luca Künßberg konnte sich mit einer beherzten Attacke in der vorletzten Runde die Bergwertung des Tages sichern, allerdings nicht entscheidend absetzen und kam direkt hinter den besten Sprintern als 10. ins Ziel.  

Um die Hygienebestimmungen zu gewährleisten, wurde das Starterfeld in dieser ersten Etappe in zwei Rennen aufgeteilt. Der Nachwuchs startete somit nach den Herren und hatte am Ende das schnellere Rennen. Nachdem die Ergebnisse zusammengefasst wurden, schoben sich noch fünf Sportler vor Jann-Luca Künßberg – das gepunktete Bergtrikot durfte er am nächsten Tag auf der Königsetappe trotzdem tragen.  

Diese führte auf drei langen Runden über 90 Kilometer und 1.900 Höhenmeter. Jann-Luca Künßberg versuchte seinem Trikot alle Ehre zu machen und attackierte in der zweiten Runde im Anstieg, wurde aber von einem nun dezimierten Feld wieder eingeholt. Nach weiteren Attacken auch von Künßberg konnte sich schließlich eine zehnköpfige Spitzengruppe lösen, die den Sieg unter sich ausmachte. Künßberg kam mit der Spitzengruppe ins Ziel, konnte aber nicht mehr in die Entscheidung um die vordersten Ränge eingreifen.  

Die dritte und letzte Etappe führte 20 Runden über den Sachsenring – eine Motorradrennstrecke quasi ohne flachen Meter: Entweder geht es bergauf oder bergab. Die Spitzenfahrer des Gesamtklassements, darunter Jann-Luca Künßberg vom SCC, belauerten sich im vorderen Teil des Feldes, versuchten mit vereinzelten Attacken die Konkurrenz zu prüfen. Am Ende wurde das Rennen in einem Massensprint entschieden, im Kalssement gab es kaum mehr Bewegung. Der Mountainbiker Anton Albrecht kührte seine starke Leistung aus Etappe 1 mit einem letztlich nicht mehr gefährdeten gelben Trikot. Künßberg wurde Gesamtsechster.